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  12.10.2011 | Kulturzentrum Giesinger Bahnhof | 20 Uhr

 

verhört? | Komponisten im Gespräch | Moritz Eggert | im Gespräch mit Julia Schölzel | Miniaturen aus Hämmerklavier, Lieder nach Heine, true love songs und i, Phone | Felicitas Fuchs – Sopran, Moritz Eggert – Klavier | eine Kooperation mit der MGNM
 

 

 
Foto: Regine Heiland
   
  „Kunst darf nicht vorsichtig sein"

Zum 23. Mal stellt die MGNM, Münchner Gesellschaft für Neue Musik, in der Reihe verhört? einen zeitgenössischen Komponisten vor.
Diesmal wird der Komponist, Pianist und Professor Moritz Eggert von der
BR-Moderatorin und Musikerin Julia Schölzel „verhört“.

Moritz Eggert ist eine der ungewöhnlichsten Erscheinungen im Musikleben der letzten Jahre: ein junger Komponist, der ebenso spielerisch wie unbekümmert aus den festgelegten Grenzen von E- und U-Musik ausbricht. "Kunst darf nicht vorsichtig sein", sagt er und lässt sich nicht gerne in eine Schublade stecken, "wenn man die Frage beantworten kann, in welchem Stil man komponiert, dann hat man die Freiheit verloren." Diese Freiheit versucht er auch angehenden Komponisten zu vermitteln, zum Studienjahr 2010/11 hat er eine Kompositionsklasse an der Hochschule für Musik und Theater München übernommen. 

Live zu hören sind Miniaturen aus Hämmerklavier“ X und XVIII,
Vier Lieder nach Heine, True Love Songs, singet leise und I, phone

mit Felicitas Fuchs - Sopran und Moritz Eggert - Klavier
   
 

 

   
 

Eintritt 10 / 7 Euro
Karten unter 089 – 18 91 07 88
reservierung@kunstbahnsteig.de

   
  Kulturzentrum Giesinger Bahnhof
Giesinger Bahnhofplatz 1 | 81539 München
U 2 | S 3, S 7 | Tram 27 | Bus 54, 139, 144, 220 | Giesing


MVV - für Ihre Homepage

   
  Felicitas Fuchs wurde in Prien am Chiemsee geboren und studierte nach dem Abitur Musik und Gesang an der Guildhall School of Music and Drama in London. Ihre Leistungen dort wurden mit zahlreichen Stipendien gewürdigt. 2004 machte sie ihren Abschluss dort als Bachelor of Music mit Konzert und Solistendiplom. Ihre musikalische Ausbildung wurde von namhaften Lehren wie Ian Kennedy, Charlotte Lehmann und Kurt Widmer geprägt. Zahlreiche Meisterkurse mit renommierten Dozenten wie D. Fischer-Dieskau, Kurt Widmer, Graham Johnson und Emma Kirkby erwiesen sich als Sprungbrett für weitere Erfolge. Im Jahre 2006 ging Felicitas Fuchs als Gewinnerin des Liedwettbewerbs des Bayerischen Rundfunks „La Voce“ in Kissingen hervor. Als Lied- und Konzertsängerin konnte die junge Sopranistin schon auf sich aufmerksam machen: The Royal Albert Hall, London, Philharmonie Warschau und St. Petersburg, Herkulessaal München, Alte Oper Frankfurt. Felicitas Fuchs war bei vielen anerkannten Festivals zu Gast: Kissinger Sommer, Opernfestival Gut Immling, Chiemgau, Mozartfest Würzburg, Bad Reichenhaller Alpenklassik, Friedberger Musiksommer u.v.a. Auf der Opernbühne debütierte Felicitas Fuchs 2004 als Gretel/Hänsel und Gretel, danach folgte 2005 Clorinda/La Cenerentola, 2006 Pamina/Die Zauberflöte, Tebaldo/Don Carlos und 2007 Oskar/Un ballo in maschera und Pamina/Die Zauberflöte am Gärtnerplatz, München. Felicitas Fuchs geht einer regen Konzerttätigkeit nach und widmet sich intensiv dem Liedgesang. Sie konzertiert regelmäßig mit renommierten Begleitern wie Axel Bauni, Jan-Philip Schulze, Moritz Eggert und Bernard Lanskey.  Zu ihrem Konzertrepertoire zählen Werke wie Händels "The Messiah", Haydns "Die Schöpfung und Die Jahreszeiten", Mozarts "Exsultate Jubilate" und "Requiem" ebenso wie Rossinis "Petite messe solennelle","Stabat mater",  Szymanowsky "Stabat Mater", Orffs "Carmina burana" oder Tippetts "A Child of our Time". Zahlreiche Konzerttourneen bestimmen vermehrt das musikalische Leben der Sopranistin. Bereits 2005 führte sie in Japan Haydns "Die Jahreszeiten" mit dem Osaka Symphonic Orchestra auf, 2006 folgten Konzerte in der Philharmonie Baku/Azerbaijan, 2007 „Cape Classic“-Tournee in Kapstadt/ Südafrika und Liederabende in Singapur. Höhepunkte der Saison 2008/2009 waren Konzertauftritte in London und Doha - Qatar, in Frankreich (La Loingtaine), Singapur, Bad Kissingen sowie in der Residenz Würzburg und München. Sie konzertiert regelmäßig in der Philharmonie München und der Alten Oper Frankfurt. Felicitas Fuchs debütiert 2010 mit Mozarts Requiem in der Philharmonie St. Petersburg, ist musikalische Botschafterin des Kissinger Sommers in China und kann mit Mozart-Arien in Doha mit dem Qatar Philharmonic Orcherstra unter James Gaffigan gehört werden. Weitere Höhepunkte der Saison sind Konzerte in Doha und Paris anlässlich einer UNESCO Welt-Konferenz mit dem Qatar Philharmonic Orchestra unter Amine Kouider und die Hauptrolle in der Uraufführung von Andrew Schultzes neuem Werk "Stille Sprache" in Australien, Singapur und Europa.
> www.felicitas-fuchs.de
   
  Moritz Eggert wurde 1965 in Heidelberg geboren. Nach frühen Klavierstudien begann er 1975 seine Ausbildung an Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt, zuerst in den Fächern Klavier (bei Wolfgang Wagenhäuser) und Theorie, dann im Fach Komposition (bei Claus Kühnl). Nach dem Abitur studierte er Klavier an der Frankfurter Musikhochschule bei Leonard Hokanson. 1986 zog er nach München, um Komposition bei Wilhelm Killmayer an der Münchener Musikhochschule zu studieren. Später erfolgten weitere Studien mit Raymund Havenith und Dieter Lallinger (Klavier) sowie Hans-Jürgen von Bose (Komposition). 1992 verbrachte er ein Jahr als Postgraduiertenstudent an der Guildhall School for Music and Drama in London (Komposition bei Robert Saxton). Als Pianist arbeitet Moritz Eggert mit zahlreichen Künstlern zusammen, sowohl als Solist mit Orchestern, als Kammer-musikpartner in diversen Formationen wie auch als gefragter Liedbegleiter. 1989 war Moritz Eggert Preisträger beim Internationalen Gaudeamus-Wettbewerb für Interpreten neuer Musik. Als erster Pianist präsentierte er das Gesamtwerk für Klavier Solo von Hans Werner Henze an einem Abend. Als Komponist wurde Moritz Eggert mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kompositionspreis der Osterfestspiele Salzburg, dem Schneider-Schott-Preis und dem 1. Preis beim „Ad Referendum“- Wettbewerb der SMCQ in Montréal. Als Rompreisträger verbrachte er 1996/97 ein Jahr in der Villa Massimo. Seit 2003 ist er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zusammen mit Sandeep Bhagwati gründete er 1991 das A*Devantgarde-Festival für neue Musik junger Komponisten.Zu Eggerts bekanntesten Werken gehört der Klavierzyklus „Hämmerklavier“. Außer der Orchester-und Kammermusik liegt ein besonderer Schwerpunkt seines Schaffens im Genre Musiktheater (u.a. Musiktheater, Kurzopern, Werke für Ballett und Tanztheater). Für das Pop-Duo 2raumwohnung schrieb er neue Songs und Remixe mit Orchester. Seit Oktober 2010 hat Moritz Eggert eine Kompositionsprofessur an der Münchener Musikhochschule inne.
>www.moritzeggert.de
   
  Julia Schölzel, Klavier- und Schulmusikstudium an der Hochschule für Musik und Theater in München sowie Stipendiatin des Tschaikowsky-Konservatoriums Kiew. Diplom für Musikrundfunkjournalismus der Musikhochschule Karlsruhe, Preisträgerin des Medienpreises 2000 des Landes Baden-Württemberg für das Hörspiel „Wenn das f stirbt“; Pianistin für zeitgenössische und zukünftige Musik, ständiges Mitglied des Ensembles piano possibile; gemeinsame Projekte mit Limpe Fuchs; Autorin, Regisseurin und Moderatorin zahlreicher Hörspiele, Features und HörCDs für die ARD-Anstalten BR Klassik, WDR 3  und Deutschlandfunk, u.a Goethes Italienische Reise mit Ulrich Tukur und Quadro Nuevo sowie „Doremikro – Musiksendung für Kinder“; eigene Liederzyklen von Schubert und Schumann für Sopran, Percussion und Klavier ; wenn Zeit bleibt zwischen Kinder, Küche und Klavier entstehen eigene Kompostionen für Soloinstrumente, Ensemble, Zuspielungen und Musikinstallationen; 2008 Stipendiatin an der Cité Internationale de Paris, 2009 Studienaufenthalt in Paris